Story 12

Alles andere als oberflächlich

Um Spezialpapiere herzustellen, ist besonderes technisches Know-how nötig. Die Expertinnen und Experten von Koehler Paper verfügen über dieses Wissen und nutzen es unter anderem für die Produktion von Dekorpapier. Es dient als kreative Basis für Möbel, Fußböden und andere Oberflächen und macht sie zu echten Hinguckern. Julia Müller, Spartenleiterin Dekorpapier bei Koehler Paper, spricht über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Dekorpapier, die Herausforderungen des Marktes und Nachhaltigkeit in der Produktion.

Julia Müller kennt sich als Spartenleiterin Dekorpapier mit den verschiedenen Varianten aus.

Ob Holzmaserung, fantasievolle Muster oder Schieferoptik – oft ist es Dekorpapier, welches Hersteller von Möbeln, Küchen, Türen und Laminatböden verwenden, um die Oberflächen ihrer Produkte optisch ansprechend und gleichzeitig widerstandsfähig zu beschichten. „Viele Menschen kommen täglich mit Dekorpapier von ­Koehler in Berührung, ohne dass sie es wissen“, sagt Julia Müller, Spartenleiterin Dekorpapier bei Koehler Paper. An den Produktionsstandorten in Oberkirch und Kehl stellt Koehler unterschiedliche Arten von Dekorpapieren her – vornehmlich für Kunden aus Europa, aber auch aus anderen Teilen der Welt. „Unsere Kunden aus der Druckbranche sind die kreativen Köpfe hinter den vielfältigen Designs der Endprodukte. Sie identifizieren die Trends am Markt und verarbeiten das Dekorpapier entsprechend. Wir dagegen sorgen für die nach­haltige Basis, nämlich das Rohpapier als solches“, so Julia Müller. Sie hat den Überblick über die verschiedenen Arten von Dekorpapier: „An der PM6 in Kehl wird unter anderem Druckbasispapier in verschiedenen Farben wie Weiß, Grau, Braun oder Schwarz produziert. Man nutzt es etwa für Laminatböden, Küchenarbeitsplatten, Fensterbänke und Möbelfronten.“ Druckbasispapier hat eine satinierte Oberfläche und ist sowohl im Tiefdruckverfahren als auch per Digitaldruck gut bedruckbar.

Beständig und universell einsetzbar

Nach dem Druckprozess wird das Druckbasispapier mit verschiedenen Arten von Harzen imprägniert, um die Oberfläche kratzfest und beständig gegen Umwelteinflüsse zu machen.

Die Kunden schätzen die gute Imprägnierfähigkeit, die hohe Farbgenauigkeit sowie die Dimensionsstabilität des Papiers. „Dimensionsstabilität bedeutet, dass sich die Abmessungen des Papiers bei der Weiterverarbeitung, insbesondere nach der Imprägnierung, exakt im vordefinierten Maße verändern“, weiß Julia Müller. Dadurch können passgenaue Strukturen im Endprodukt erzielt werden. Druckbasispapier ist universell einsetzbar: „Je nachdem, welche Beschichtungen der Kunde aufbringt, kann das Druckbasispapier nicht nur in hochmodernen Anwendungen in der Inneneinrichtung, sondern auch im Außenbereich verwendet werden“, erklärt die Spartenleiterin. „Einige Geschäftspartner nutzen das Papier auch zur Herstellung von Paneelen für Fassadenverkleidungen und bieten ihren Kunden somit unter anderem die Möglichkeit, einen
gewissen Wiedererkennungswert zu schaffen. Es ist einfach spannend zu sehen, was unsere Kunden aus dem Papier, einem hochtechnischen Produkt, alles machen. Die Gestaltungsfreiheit ist grenzenlos.“

Stolz auf das Produkt

Paper auch Unipapier, Folienrohpapier sowie Kantenrohpapier her. Kantenrohpapiere werden seit 1967 an der PM3 in Oberkirch produziert. „Man kann Kantenrohpapier entweder einfarbig verwenden oder in der Weiterverarbeitung bedrucken“, erzählt Julia Müller. Koehler hat im Bereich der Kantenrohpapiere die Marktführerschaft inne. Zu verdanken sei der Erfolg nicht zuletzt der langjährigen Erfahrung und den geschulten Augen der sehr gut ausgebildeten Papiertechnologen, sagt die Spartenleiterin und fügt hinzu: „Sie erzeugen ein Produkt, auf das wir sehr stolz sind.“

1967

produziert Koehler Kantenrohpapiere.

Wie in jeder Branche gibt es auch im Bereich Dekorpapier immer wieder neue Herausforderungen: „Unsere Branche ist eng mit der Baubranche und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage verbunden“, erzählt Julia Müller. Wenn die Nachfrage nach neuen Immobilien, Möbeln und Innenausstattungen konjunkturell schwanke, treffe dies eben auch die Dekorpapierbranche.
„Mit den richtigen Geschäftspartnern an der Seite und einer hohen Produkt- und Servicequalität stellen wir uns diesen Herausforderungen zuversichtlich.“

Langfristig zukunftsfähig

Nachhaltigkeit ist der gesamten Koehler-Gruppe ein großes Anliegen. Wie in allen Bereichen achtet das Unternehmen auch beim Dekorpapier darauf, dass die Faserstoffe aus zertifizierten, verantwortungsvollen Quellen stammen. Und: Immer mehr Energie, die für die Produktion nötig ist, stammt aus erneuerbaren Energiequellen. „Ganz konkret verhelfen wir unserem Kantenrohpapier zu einem noch nachhaltigeren Fußabdruck durch den bevorstehenden Umbau des Kraftwerks am Standort Oberkirch und die damit verbundene Umstellung auf Biomasse“, sagt Julia Müller.

Viele Menschen kommen täglich mit Dekorpapier von Koehler in Berührung, ohne dass sie es wissen.

Viele Menschen kommen täglich mit Dekorpapier von Koehler in Berührung, ohne dass sie es wissen.

Julia Müller

Spartenleiterin Dekorpapier

bei Koehler Paper

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